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Werbehinweis: Der Vergleich, die zugehörigen Informationen und die Angebote der folgenden Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen nach den Grundsätzen der Transparenz und der nicht irreführenden Werbung. Alle hier aufgeführten Angebote unterliegen den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. In den meisten Fällen gelten Angebote, Aktionen und Boni nur für Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; die tatsächliche Bonushöhe hängt von der Höhe der Einzahlung ab. Die vollständigen Bedingungen finden Sie auf der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist nur ab 18 Jahren erlaubt. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.bioeg.de.

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Warum es online keine Jackpots mehr gibt – und was im Katalog fehlt

Eine ganze Spielklasse fehlt in Deutschland, und zwar nicht, weil die Anbieter sie nicht einkaufen wollen.

Die Zahlen auf einen Blick

  • Abs. 8

    Das Jackpotverbot in § 22a GlüStV

    Verbietet, Einsätze oder Gewinne für künftige Spiele anzusammeln – wörtlich, nicht nur sinngemäß.

  • ~950

    Automaten bei Löwen Play

    So groß ist der deutsche Katalog eines großen Anbieters – kleiner als ein internationaler, weil Jackpot-Titel fehlen, nicht weil weniger eingekauft wird.

Was Absatz 8 genau verbietet, steht unter Der Wortlaut; was das für den Katalog von Löwen Play bedeutet, unter Was dadurch aus dem Katalog verschwindet.

Der Wortlaut ist kurz und ziemlich eindeutig

Der Glücksspielstaatsvertrag regelt virtuelle Automatenspiele in § 22a. Absatz 8 lautet: „Einsätze, Gewinne oder Teile von Einsätzen oder Gewinnen dürfen nicht zu dem Zweck angesammelt werden, Gewinne für künftige Spiele zu schaffen (Jackpotverbot)."

Verboten ist damit nicht ein Wort, sondern ein Mechanismus: das Ansammeln. Ein progressiver Jackpot funktioniert genau so – ein Teil jedes Einsatzes wandert in einen Topf, der wächst, bis ihn jemand gewinnt. Dieser Topf ist in Deutschland nicht erlaubt, gleich wie er heißt und gleich, ob er bei einem Anbieter oder über viele Anbieter hinweg gefüllt wird.

Das Verbot richtet sich an den Erlaubnisinhaber, nicht an den Spielehersteller. Deshalb kann derselbe Titel international mit Jackpot und in der deutschen Fassung ohne existieren – oder in Deutschland eben gar nicht.

Was dadurch aus dem Katalog verschwindet

Praktisch fällt damit eine ganze Klasse weg, die international zum Standardsortiment gehört: die großen progressiven Netzwerke, bei denen der Reiz gerade in der wachsenden Summe liegt. Wer einen deutschen Katalog mit einem ausländischen vergleicht und den Unterschied bemerkt, sieht häufig genau das.

Daneben fehlen Titel aus einem zweiten, viel banaleren Grund: Sie wurden nie für den deutschen Markt angepasst. Eine deutsche Fassung braucht die vorgeschriebene Spieldauer, die Einsatzgrenze, den Verzicht auf Autoplay und eben den Verzicht auf den Jackpot-Mechanismus. Das ist Arbeit, und sie lohnt sich nicht für jeden Titel.

Für die Katalogzahlen heißt das: Ein deutscher Katalog mit rund 950 Automaten – so viele weist etwa Löwen Play aus – ist nicht deshalb kleiner als ein internationaler, weil der Anbieter weniger einkauft. Er ist kleiner, weil weniger Titel in einer zulässigen Fassung existieren.

Ein Jackpot ist ein gutes Erkennungszeichen

Daraus ergibt sich eine nützliche Faustregel für den Alltag. Wenn dir eine Seite auf Deutsch einen progressiven Jackpot anbietet, ist die wahrscheinlichste Erklärung nicht, dass dieser Anbieter eine Ausnahme hat – sondern dass er keine deutsche Erlaubnis hat.

Das ist mehr als eine formale Frage. Ohne Erlaubnis greifen weder das anbieterübergreifende Einzahlungslimit noch das Sperrsystem OASIS, und es gibt keine deutsche Aufsicht, an die du dich im Streitfall wenden könntest. Der fehlende Jackpot ist insofern kein Nachteil des regulierten Marktes, sondern sein Ausweis.

Prüfen lässt sich das in zwei Minuten im Verzeichnis der GGL – wie, steht im Beitrag über die Whitelist. Achte dabei auf die Domain, nicht auf den Markennamen.

Was es stattdessen gibt

Ohne Jackpot bleibt der Gewinnplan des einzelnen Automaten – und der ist, anders als der Jackpot, nachprüfbar. Erlaubte Anbieter müssen Spielregeln und Gewinnplan leicht aufrufbar machen und dir sowohl die durchschnittliche Auszahlungsquote als auch die Wahrscheinlichkeit auf den Höchstgewinn anzeigen.

Das ist der stillere, aber belastbarere Teil: Statt einer wachsenden Zahl auf einem Banner steht im Spiel selbst, womit du rechnen kannst. Mehr dazu im Beitrag über Auszahlungsquote und Steuer.

Und es gibt Aktionen, die wie ein Jackpot aussehen, aber keiner sind – Turniere oder Preistöpfe, die ein Hersteller über viele Seiten hinweg ausschüttet. Ob eine solche Aktion mit dem Ansammlungsverbot vereinbar ist, entscheidet nicht die Werbung und auch nicht diese Seite, sondern die Aufsicht.

Ohne Jackpot zählt der Gewinnplan – und der ist nachlesbar

Wo kein Topf wächst, kommt der höchste mögliche Gewinn aus dem Gewinnplan des einzelnen Automaten. Das klingt nach weniger Spannung und ist in einer Hinsicht ein Vorteil: Der Gewinnplan steht fest und lässt sich vor dem ersten Einsatz ansehen.

Erlaubte Anbieter müssen dir dafür zwei Werte anzeigen – die durchschnittliche Auszahlungsquote und die Wahrscheinlichkeit auf den Höchstgewinn. Gerade die zweite Zahl ist aufschlussreicher, als die meisten erwarten, und sie fehlt in Vergleichstabellen fast immer.

Bei einem progressiven Jackpot gäbe es diese Transparenz so nicht: Die Höhe des Topfes hängt davon ab, wie viel andere Spieler vorher eingesetzt haben, und die Gewinnwahrscheinlichkeit verschiebt sich mit ihm. Das Verbot nimmt also nicht nur eine Spielform weg, es ersetzt sie durch eine, die man nachrechnen kann.

Wie du diese Werte liest, steht in Auszahlungsquote und Steuer. Was sonst am Automaten gilt, listet der Ratgeber auf.

Häufige Fragen

Gibt es wirklich bei keinem deutschen Anbieter Jackpots?

Bei keinem erlaubten. Das Jackpotverbot steht in § 22a Absatz 8 des Glücksspielstaatsvertrags und gilt für jeden Inhaber einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele.

Warum ist der deutsche Katalog kleiner?

Zwei Gründe: Die Jackpot-Titel fallen ganz weg, und viele andere Titel wurden nie in eine zulässige deutsche Fassung gebracht – mit fünf Sekunden Spieldauer, Einsatzgrenze und ohne Autoplay.

Was ist mit Turnieren und Preistöpfen?

Die gibt es, und sie sind etwas anderes als ein progressiver Jackpot: Sie sammeln keine Einsätze zu künftigen Gewinnen an. Ob eine konkrete Aktion zulässig ist, entscheidet die Aufsicht – nicht die Werbung.

Eine Seite bietet mir auf Deutsch einen Jackpot an. Was heißt das?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass dieser Anbieter keine deutsche Erlaubnis hat. Prüfe die Domain im Verzeichnis der GGL, bevor du dort irgendetwas einzahlst.

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